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Frau hält Hände an den Busen – Illustration ungleiche Brüste
Dr. Emmanouil Nichlos
Dr. med. Emmanouil Nichlos ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Frankfurt am Main mit über 16 Jahren Erfahrung. Er ist ordentliches Mitglied der DGPRÄC und ISAPS. Seine Schwerpunkte liegen in der Brustchirurgie, Bauchdeckenstraffung und Gesichtsverjüngung.

In diesem Artikel:

Ungleiche Brüste: Was gegen eine Brustasymmetrie hilft

So etwas wie eine perfekte Symmetrie gibt es bei weiblichen Brüsten nicht. Sie sind wie ein Schwesternpaar und keine Zwillinge und unterscheiden sich, wie auch unsere Füße oder Hände, in Größe oder Form. Auf den ersten Blick fällt uns das jedoch kaum auf. Manchmal haben sie sich auch erst mit der Zeit verändert, etwa durch eine Erkrankung. Die Gründe sind vielfältig. Medizinisch ist es jedoch unproblematisch, wenn die linke Brust etwas fülliger ist als die rechte oder eine Brustwarze etwas höher sitzt als die andere.

Wenn der Unterschied jedoch sehr groß ist oder Sie psychisch so sehr belastet, dass Ihr Selbstwertgefühl darunter leidet, sollten Sie möglicherweise über eine Korrektur nachdenken. In meiner Praxis in Frankfurt am Main habe ich mich unter anderem auf Brust-OPs spezialisiert und berate Sie gerne, wie sich in Ihrem konkreten Fall die Brustasymmetrie beheben lässt.

Ab wann spricht man von einer Brustasymmetrie?

Der medizinische Fachbegriff für eine asymmetrische Brust lautet Anisomastie. Sie liegt dann vor, wenn es eine deutlich sichtbare Abweichung bei der Form der Brüste gibt oder aber der Größenunterschied mindestens eine volle Körbchengröße beträgt. Auch die Position kann unterschiedlich sein. Die Fachliteratur geht davon aus, dass rund ein Viertel aller Frauen eine entwicklungsbedingte Brustasymmetrie hat, die über die natürliche Schwankung hinausgeht.

Die Grenze, ab der eine Anisomastie zum Problem wird, zieht jedoch am Ende immer das persönliche Empfinden. Ich frage meine Patientinnen deshalb beim Termin in meiner Praxis zuerst, was sie genau stört. Sitzt zum Beispiel der BH auf einer Seite schlecht? Oder stört sie die ungleichmäßige Form oder Größe auf andere Weise? Aus meiner Erfahrung gibt es Frauen, die schon unter einer sehr geringen Asymmetrie stark leiden, während andere bei einer deutlicheren Anisomastie viele Jahre gar keine Probleme hatten. Ich nehme beide ernst und versuche die jeweils beste Lösung zu finden.

Woher kommen ungleiche Brüste?

Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Der häufigste Grund sind wie so oft die Gene. Die Größe der Brüste sowie ihre Form und Position werden wie viele andere Körpermerkmale von Mutter und Vater vererbt. Kommen in der Familie Fehlbildungen der Brust häufiger vor, ist das Risiko diese zu erben groß.

Der zweitgrößte Faktor sind die Hormone. Während der Pubertät schieben diese das Brustwachstum an. Allerdings wachsen die Brüste nur selten synchron. Abweichungen während dieser Phase sind somit absolut normal und gleichen sich in den meisten Fällen bis zum Ende der Pubertät wieder aus. In seltenen Fällen bleibt nach Abschluss des Brustwachstums eine Brustasymmetrie bestehen.

Angeborene Brustfehlbildungen

Manchmal ist für eine Formasymmetrie oder einen Größenunterschied eine angeborene Fehlbildung der Brüste verantwortlich. Dazu gehört zum Beispiel die tubuläre Brust mit ihrer schlauchförmigen Form und den vergrößerten Warzenhöfen. Sehr selten ist das Poland-Syndrom. Dieses kennzeichnet sich dadurch, dass auf einer Seite der Brustmuskel (Musculus pectoralis major) unterentwickelt ist oder komplett fehlt. Die Inzidenz dafür liegt je nach Quelle zwischen 1:10.000 und 1:100.000.

Veränderungen im Laufe des Lebens

Nicht immer sind die Gene oder Hormone für eine unterschiedliche Brustgröße verantwortlich. Bei manchen Patientinnen ist die Asymmetrie auch im Laufe des Lebens erworben, beispielsweise durch:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Beides kann die Brust stark verändern, etwa wenn das Baby bevorzugt an einer Brust trinkt. Manchmal bilden sich die Brüste nach dem Stillen auch nicht gleichmäßig zurück, sodass eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Asymmetrie bleibt.
  • Gewichtsveränderungen: Durch eine starke Zu- oder Abnahme kann sich die Brust ebenfalls optisch verändern und ungleichmäßig erscheinen, etwa weil sie auf einer Seite mehr an Volumen zunimmt oder bei einer Abnahme an einer Seite mehr Volumen verliert.
  • Erkrankungen: Bei einigen Patientinnen ist der Größen- oder Formunterschied auf eine Erkrankung wie Brustkrebs zurückzuführen. Oft muss bei der Operation viel Gewebe um den Tumor herum entfernt werden, wodurch beide Brüste unterschiedlich aussehen können.
  • Alterungsprozess: Das Alter spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Mit den Jahren verändert sich das Gewebe, sodass Volumen verloren geht. Dies geht ebenfalls nur selten symmetrisch vonstatten, wodurch Unterschiede bei Form und Größe der Brüste bei älteren Frauen keine Seltenheit sind.

Wann Sie mit einer Brustasymmetrie zum Arzt sollten

In der Regel sind ungleiche Brüste kein zwingender Grund, einen Arzt aufzusuchen. Vor allem, wenn Sie Ihre Brustasymmetrie schon seit Ihrer Pubertät oder viele Jahre lang haben. Hellhörig werden sollten Sie allerdings, wenn sich die Form Ihrer Brüste plötzlich verändert, also über Wochen oder wenige Monate eine Brust deutlich wächst oder ihre Form verändert. So etwas sollte immer medizinisch abgeklärt werden.

Laut Studien gibt es einen gewissen Zusammenhang zwischen Asymmetrien und Brustkrebs. Diese Untersuchungen sind allerdings schon etwas älter und ein endgültiger Beweis hierfür steht noch aus. Grund zur Panik lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Sie ist aber ein guter Grund, die Vorsorge wahrzunehmen.

Bei vielen Frauen wirkt sich eine Form- oder Volumenasymmetrie auch auf die Psyche aus. Aus Erfahrung weiß ich, dass unterschiedlich große Brüste bei vielen Frauen am Selbstbewusstsein nagen. Sie fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut und haben Probleme beim Kauf oder Sitz von Kleidung. Bei manchen Frauen wirkt sich das sogar negativ auf das Sexualleben aus. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, über eine Brust-OP zur Korrektur der Asymmetrie bzw. eine Angleichung der Brüste nachzudenken.

Was hilft gegen unterschiedlich große Brüste?

Das hängt davon ab, inwieweit Sie sich durch die ungleichen Brüste beeinträchtigt fühlen. Schränkt Sie die Form- oder Größenabweichung im Alltag und auch sonst kaum ein und führt höchstens dazu, dass Ihr BH nicht optimal sitzt, reicht aus meiner Erfahrung oft ein Besuch im Fachgeschäft. Die geschulten Verkäuferinnen finden in der Regel schnell einen BH, der den Unterschied ausgleicht. Zur Not auch mit einer herausnehmbaren Einlage. Für die meisten Frauen reicht das völlig aus.

Was definitiv nicht gegen ungleiche Brüste hilft, sind vermeintliche Wundermittel und Übungen, die oft auf Social Media wie Instagram oder TikTok kursieren. Manche davon stellen sogar ein ernstes Risiko für die Gesundheit dar, weshalb Sie unbedingt einen Bogen darum machen sollten.

  • Brustmuskeltraining: Dieser hartnäckige Mythos stammt ursprünglich aus Fitnessratgebern für Männer mit ungleichen Brustmuskeln. Die weibliche Brust besteht jedoch aus Drüsengewebe und Fettgewebe und liegt auf dem Muskel. Liegestütze und andere Übungen bringen da leider nichts. Schaden können sie aber (wie Sport generell) auch nicht.
  • Cremes, Kapseln und Massagen: Auch damit können Sie leider keine Korrektur Ihrer ungleichen Brüste erreichen. Im Gegenteil: Bei manchen Kapseln ist ungewiss, welche Inhaltsstoffe tatsächlich enthalten sind, da sie aus fragwürdigen Kanälen kommen. Gehen Sie das Risiko gar nicht erst ein.
  • Hormonpräparate: Mindestens genauso riskant wie fragwürdige Pillen aus dem Internet zu schlucken ist es, auf eigene Faust Hormone zu nehmen. Damit greifen Sie in einen sehr empfindlichen Regelkreis ein und riskieren ernste gesundheitliche Folgen.
  • Gezielt zunehmen: Das funktioniert leider ebenso wenig, wie zum Beispiel gezielt am Bauch abzunehmen. Meist wachsen beide Brüste mit und die Brustform bleibt gleich. Mit der Zunahme belasten Sie zudem Ihren gesamten Körper und erzeugen neue Risiken.

Eine seriöse und nachhaltige Korrektur der Brustasymmetrie ist nur mithilfe der plastischen und ästhetischen Chirurgie möglich. Je nach individuellem Befund kommen hierfür verschiedene Verfahren in Frage. In meiner Praxis in Frankfurt biete ich unter anderem folgende Behandlungsmöglichkeiten an:

Einseitige Brustvergrößerung

Fehlt auf einer Seite sehr viel Brustgewebe (z. B. durch eine Tumor-OP), lässt sich dieser Unterschied oftmals gut durch Einsetzen eines einseitigen Implantats ausgleichen. Gelegentlich setze ich auch beidseitig Implantate unterschiedlicher Größe ein, wenn Sie sich insgesamt mehr Brustvolumen wünschen. Mehr zur Brustvergrößerung erfahren Sie auf der Leistungsseite.

Eigenfett (Lipofilling)

Für moderate Unterschiede kommt die Behandlung mit Eigenfett infrage. Beim sogenannten Lipofilling entnehme ich an Körperbereichen wie der Hüfte Fett, bereite es auf und bringe es in die Brust ein. Das Schöne an dieser Behandlungsoption ist, dass sich die Brust danach sehr natürlich anfühlt. Allerdings baut der Körper einen Teil des Fettes wieder ab, daher ist manchmal eine erneute Behandlung nötig. Mehr erfahren Sie auf der Leistungsseite zur Brustvergrößerung mit Eigenfett.

Einseitige Brustverkleinerung

Wenn Ihnen die größere Brust Beschwerden macht und Sie eine Angleichung an die Größe der kleineren Brust wünschen, entnehme ich in einem Eingriff das überschüssige Gewebe und straffe die Brust danach ab. Für ein harmonisches Erscheinungsbild versetzte ich dabei häufig auch die Brustwarze. Weitere Informationen finden Sie auf der Leistungsseite zur Brustverkleinerung.

Bruststraffung

Hängt eine Ihrer Brüste mehr als die andere, bietet sich häufig eine Bruststraffung an. Bei der sogenannten Mastopexie hebe ich die erschlaffte Brust an, entferne das überschüssiges Gewebe, straffe das gesamte Drüsengewebe und versetzte die Brustwarze nach oben. Alle Details zur Bruststraffung finden Sie auf der Leistungsseite.

Was Sie vor einer Korrektur-OP Ihrer Brust wissen sollten

Eine hundertprozentige Symmetrie kann ich Ihnen leider nicht versprechen. Ziel einer Angleichung ist immer ein Ergebnis, das Sie entlastet und mit dem Sie im Alltag zufrieden sind. Oftmals bleiben kleine Unterschiede, weil Ihr Brustkorb selbst asymmetrisch gebaut ist. Zudem kann sich Ihre Brust auch nach einer OP wieder durch Gewichtszunahme oder eine erneute Schwangerschaft verändern. Im Idealfall sollten Sie Ihre Familienplanung abgeschlossen haben und Ihr Gewicht schon längere Zeit halten.

Wichtig ist zudem der Zeitpunkt. Vor einem operativen Eingriff sollte die Brust vollständig entwickelt sein. Ich behandle Asymmetrien deshalb frühestens zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr. Vor jedem Eingriff bestehe ich zudem auf eine Ultraschalluntersuchung oder alternativ eine Mammografie. Nur so lassen sich Auffälligkeiten erkennen und werden nicht durch Entfernen des Gewebes übersehen.

Lassen Sie uns über Ihre Brustasymmetrie sprechen

Alle genannten Eingriffe führe ich in der Berger Klinik in Frankfurt unter Vollnarkose durch. Welche der Methoden für Sie sinnvoll ist, klären wir in einem persönlichen Beratungsgespräch in meiner Praxis.

Vor Ort kann ich mir selbst ein Bild von der Asymmetrie machen und Ihnen das richtige Vorgehen zur Brustangleichung empfehlen. Ich bin dabei grundsätzlich sehr realistisch und empfehle Ihnen nur, was ich auch aus meiner ästhetischen Erfahrung heraus als sinnvoll empfinde und was zu Ihnen passt. Vereinbaren Sie jetzt über mein Online-Formular, telefonisch oder per E-Mail einen Termin.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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