KontaktBlog
Termin buchen
Sprache:
Nahaufnahme Auge mit sichtbaren Tränensäcken am Unterlid
Dr. Emmanouil Nichlos
Dr. med. Emmanouil Nichlos ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Frankfurt am Main mit über 16 Jahren Erfahrung. Er ist ordentliches Mitglied der DGPRÄC und ISAPS. Seine Schwerpunkte liegen in der Brustchirurgie, Bauchdeckenstraffung und Gesichtsverjüngung.

In diesem Artikel:

Tränensäcke: Woher sie kommen und was dagegen hilft

Tränensäcke gehören zu den häufigsten Problemen, mit denen Patientinnen und Patienten auf mich zukommen, denn sie lassen das Gesicht abgespannt und gealtert wirken. Oft haben die Betroffenen von teuren Augencremes und Seren über Tipps aus sozialen Medien bis hin zum berühmten kalten Löffel und Omas Gurkenscheiben alles versucht, um die Tränensäcke loszuwerden. In den meisten Fällen ohne Erfolg. Der Grund dafür ist der, dass sich dahinter in der Regel keine Schwellungen verbergen, sondern Gewebe in Form von Fett und Haut, das sich nicht einfach wieder zurückbildet oder über Nacht verschwindet.

In diesem Ratgeber möchte ich Ihnen erklären, wie Tränensäcke entstehen, was Sie selbst dagegen tun können, welche „Tipps“ Sie nicht ausprobieren sollten und wie sich das meist rein kosmetische Problem operativ beheben lässt. In meiner Praxis in Frankfurt am Main berate ich Sie auch gerne persönlich.

Was sind Tränensäcke eigentlich?

Mit dem Tränenapparat, wie es der Name vermuten lässt, haben Tränensäcke tatsächlich nichts zu tun. Der anatomische Tränensack (Saccus lacrimalis) ist relativ klein, sitzt am inneren Augenwinkel und hat die Aufgabe, die Tränenflüssigkeit abzuleiten.

Was man umgangssprachlich als Tränensäcke bezeichnet, sind vorgewölbtes Fett und erschlaffte Haut. Die Augenhöhle enthält Fettpolster, die den Augapfel schützen. Zurückgehalten wird diese Schicht durch eine sehr feine und straffe Bindegewebsmembran, dem sogenannte Septum orbitale. Wie bei der Haut lässt auch bei der Membran mit zunehmendem Alter die Spannkraft nach, sodass sich das Fett nach vorn drückt und schließlich unter dem Unterlid vorwölbt. Parallel erschlafft die Haut unter den Augen. Beides zusammen bildet die Tränensäcke. Verstärkt werden können diese noch durch eingelagerte Flüssigkeit.

Woher kommen Tränensäcke?

Der wichtigste Faktor sind wie so oft die Gene. Sie bestimmen, wie stabil das Bindegewebe ist und wie voluminös die Fettpolster im Bereich der Augen sind. Wenn Ihre Eltern schon Tränensäcke hatten, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie auch irgendwann welche bekommen. Der zweite Faktor ist das Alter. Mit den Jahren wird die Haut dünner und verliert Kollagen. Der Ringmuskel um das Auge (Musculus orbicularis oculi) verliert zudem an Spannung, das Septum orbitale erschlafft und Fett tritt hervor.

Drittens sinkt altersbedingt das Wangenfett ab. Dadurch wirkt die Rinne zwischen Unterlid und Wange noch tiefer und die Vorwölbung tritt noch deutlicher hervor. Wenn Sie von Natur aus wenig Unterhautfett im Gesicht haben, kann es sein, dass Sie Ihre Tränensäcke schon früher sehen, weil es kaum Gewebe gibt, das die Wölbung kaschiert.

Zuletzt spielt der Lymphabfluss eine Rolle. Allerdings anders als oft behauptet. Nachts arbeitet er langsamer, deshalb sind Schwellungen am Morgen am stärksten. Alkohol und Nikotin sowie Salz am Abend und Schlafmangel verstärken diese Wassereinlagerungen. Echte Tränensäcke entstehen daraus aber nicht. Sie werden allenfalls für ein paar Stunden sichtbarer.

Ist es möglich, der Entstehung von Tränensäcken vorzubeugen?

Nur begrenzt. Ob sich das Fett unter den Augen vorwölbt, ist wie erwähnt zum größten Teil genetisch bedingt. Sie können lediglich beeinflussen, wie früh und wie deutlich die Tränensäcke sichtbar werden. Dazu sollten Sie auf einen gesunden Lebensstil achten, das heißt:

  • Konsequenter Sonnenschutz (UV-Strahlung baut Kollagen ab)
  • Verzicht auf Nikotin (Rauchen beschleunigt den Kollagenabbau)
  • Ausreichend Schlaf mit leicht erhöhtem Kopf (entlastet das Lymphsystem)
  • Sorgsamer Umgang mit der Lidhaut (wenig reiben, vorsichtig Abschminken)
  • Maßvoller Alkoholkonsum (Alkohol bindet Wasser im Gewebe)

Wunder sollten Sie davon allerdings nicht erwarten. Sobald sich eine Vorwölbung abzeichnet, lässt sie sich auch durch die genannten Maßnahmen nicht mehr beseitigen.

Was unterscheidet Tränensäcke, Augenringe und Lidschwellungen?

Meist landen alle drei in einem Topf. Ihre Ursachen unterscheiden sich jedoch grundlegend und damit auch die Antwort auf die Frage, was gegen die unerwünschten Veränderungen hilft.

  • Tränensäcke sind vorgewölbtes Fett, erschlaffte Haut oder auch beides zusammen. Die Vorwölbung ist deutlich sichtbar, lässt sich ertasten und bleibt den ganzen Tag über bestehen.
  • Augenringe sind dunkle Verfärbungen und Schatten unter den Augen. Meist entstehen sie durch einen Volumenverlust am Wangenübergang. Die Haut selbst ist nicht verfärbt.
  • Lidschwellungen sind Flüssigkeitsansammlungen, etwa durch zu viel Salz am Abend oder einen ungesunden Lebensstil. In der Regel lässt die Schwellung im Laufe des Tages nach.

Eine einfache Faustregel: Was sich über den Tag verändert, ist in der Regel reine Flüssigkeit. Was dauerhaft bestehen bleibt, ist Fett, erschlaffte Haut oder eine Kombination aus beidem.

Wann muss ich mit meinen Tränensäcken zum Arzt?

Wenn Sie Tränensäcke schon seit Jahren haben und sich diese kaum verändert haben, gibt es keinen Grund für einen Arztbesuch. Anders sieht es aus, wenn die Schwellung an Ihrer Augenpartie plötzlich oder nur einseitig auftritt oder Ihre Augen deutlich hervortreten. In diesem Fall gehen Sie bitte zeitnah zur Kontrolle zu Ihrem Hausarzt oder Augenarzt. Er kann internistische Erkrankungen ausschließen.

Hinter den genannten Symptomen kann sich zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion verbergen. Diese lässt das Bindegewebe in Ihrem Körper anschwellen, inklusive der als Tränensäcke bezeichneten Partie unter den Augen. Auch ein Morbus Basedow ist möglich. Bei der Autoimmunerkrankung treten die Augäpfel aus den Augenhöhlen hervor. Ebenfalls sollte an eine Nierenerkrankung oder Herzschwäche gedacht werden. Es kommen aber auch vergleichsweise harmlose Allergien als Ursache infrage.

Gibt es wirksame Hausmittel gegen Tränensäcke?

Gegen echte Tränensäcke, also altersbedingt oder durch eine Bindegewebsschwäche vorgewölbtes Fett und erschlaffte Haut, kann kein Hausmittel etwas ausrichten. Was die schon von der Oma empfohlenen Gurkenscheiben oder Quarkauflagen bringen, ist Kühlung. Kälte verengt kurzfristig die Gefäße unter dem Auge und mildert morgendliche Schwellungen durch im Gewebe eingelagerte Flüssigkeit etwas ab.

Einen ähnlichen gefäßverengenden Effekt hat Koffein. Daher steckt es auch in vielen Seren, die im Netz und in Drogerien gegen Tränensäcke angeboten werden. Der glättende Effekt hält auch hier höchstens für einige Stunden an. Einen nachhaltigen Effekt hat das Koffein nicht auf das vorgewölbte Fettgewebe und die Straffheit der Haut, sodass die Augenpartie nach einigen Stunden wieder wie vorher aussieht.

Wenig hilfreich und zum Teil sogar gefährlich sind vermeintliche „Tipps“ aus den sozialen Medien. Ein Beispiel hierfür ist der angebliche Geheimtipp, Hämorrhoidensalbe gegen Tränensäcke zu verwenden. Die Creme soll abschwellend wirken, gehört aber in den Intimbereich und keinesfalls in die Nähe der Augen. Hier kann sie im schlimmsten Fall zu starken Augenreizungen oder Entzündungen führen.

Verzichten Sie bitte auch auf:

  • die Einnahme von Entwässerungstabletten
  • andere, unbekannte Salben und Tabletten aus dubiosen Quellen
  • fragwürdige Geheimtipps in sozialen Medien wie Instagram oder TikTok

Wie lassen sich Tränensäcke entfernen?

Die einzig wirksame Behandlungsmöglichkeit ist ein operativer Eingriff, die sogenannte Unterlidstraffung. Dieser ist aus medizinischer Sicht nur selten nötig. Deshalb empfehle ich eine Operation nur dann, wenn Sie unter diesen Folgen des natürlichen Alterungsprozesses leiden und sich ein frischeres Erscheinungsbild wünschen. Ich biete die Tränensäcke-OP in zwei Varianten bzw. mit zwei Zugängen an:

Über die Bindehaut (transkonjunktival)

Bei dieser Variante setze ich einen Schnitt auf der Innenseite des Unterlids. Über ihn erreiche ich das vorgewölbte Fett und reduziere es oder verlagere es in die Tränenrinne. Das Schöne ist, dass bei dieser OP keine sichtbare Narbe entsteht und die Lidspannung erhalten bleibt. Allerdings lässt sich die Haut bei dieser Methode nicht straffen, weshalb sie sich eher für jüngere Patientinnen und Patienten eignet, die noch keinen nennenswerten Hautüberschuss haben.

Am Wimpernkranz (transkutan)

Bei diesem Zugang setze ich einen feinen Schnitt entlang der Wimpern. Darüber entferne ich überschüssige Haut und Fett. Bei Bedarf straffe ich den Muskel und verlagere Fett in die Tränenrinne.

Der moderne Ansatz ist, das Fett zu verlagern statt es zu entfernen. So glättet das Fettgewebe den Übergang von den Augen zur Wange und die Augenhöhle wirkt nicht eingefallen.

Empfinden Sie bei sich vor allem die Schatten unter den Augen als störend und nicht die Wölbung, bietet sich das Injizieren von Eigenfett an. Dafür stehen mir zwei Aufbereitungen zur Verfügung:

  • Mikrofett ist speziell verkleinertes Eigenfett, das Volumendefizite verbessert und somit Verschattungen mildert.
  • Nanofett hingegen verleiht kein Volumen, sondern besitzt ausschließlich regenerative Eigenschaften und verbessert die Qualität der dünnen Lidhaut.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ihre Wunschbehandlung flexibel finanzieren

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Behandlungskosten bequem in monatlichen Raten zu begleichen – individuell an Ihren finanziellen Rahmen angepasst. Die Antragstellung ist unkompliziert, die Abwicklung erfolgt über unseren Finanzierungspartner.

Ihre Vorteile im Überblick:

  • Flexible Monatsraten für medizinische und kosmetische Leistungen
  • Laufzeiten von bis zu 72 Monaten wählbar
  • Finanzierung auch bei geringeren Beträgen möglich
  • Individuelle Wunschsumme und Ratenhöhe frei bestimmbar
  • Attraktive Konditionen mit effektivem Jahreszins von 10,90 % und gebundenem Sollzins von 10,39 %
  • Antrag bequem online stellen oder Formular als PDF einreichen
  • Finanzierung ausschließlich bei teilnehmenden Partnern – Bonität vorausgesetzt
Zum Ratenrechner